Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Infratest dimap im Auftrag des NDR: Die Wahl ist unentschieden!

Heute hat der NDR die Ergebnisse seiner Wahlvorumfragen veröffentlicht. Auch in Braunschweig wurden 750 Menschen wohl zum Ausgang der Kommunalwahl am 10.9. befragt. Die Antworten wurden dann bewertet und gewichtet – heraus kam ein Tendenzergebnis, was wohl wäre wenn zum Zeitpunkt der Umfrage Wahltag gewesen wäre.

Ganz Hastige können hier lesen, was Infratest dimap ermittelt hat. Zur Erinnerung: Bei der letzten Kommunalwahl 2001 gewannen CDU und FDP gut vier Prozent hinzu, Rot-grün verlor zwei Prozent und es kam zum Hoffmann-Patt – die Stimmen der Ratsfraktionen in den Lagern sind gleich groß; die Stimme von OB Hoffmann entscheidet, wo`s lang geht.

Bei der OB-Wahl holte Hoffmann im ersten Wahlgang 48%, Gernot Tartsch von der SPD landete bei 35,6%. In der Stichwahl schlug Hoffmann dann Tartsch mit 57,4 zu 42,6.

Nun behauptet Infratest dimap, Hoffmann werde dieses Mal bereits im ersten Wahlgang mit 56% gegen Dr. Possemeyer (27%), Gisela Witte (7%), Udo Sommerfeld (5%) und Dr. Meier (5%) gewinnen.

Das Rennen um die Stimmenmehrheit im Rat ist laut NDR allerdings völlig offen. Zwar droht die Fortsetzung des Hoffmann-Patts, aber die Ergebnisse sind hochgerechnet und deshalb ungenau. Laut Infratest dimap darf die CDU darauf hoffen, auf Höhe ihrer Kommunalwahlergebnisse zwischen 1981 bis 1991 ins Ziel zu kommen, 44%. Die FDP soll verlieren und bei nur noch 6% landen. Das macht fuffzich. Linkspartei und BIBS sollen bei je 5% liegen, die GRÜNEN bei 10% und die SPD bei 30%! Auch das macht fuffzich.

Anders gesagt: Nun geht`s um die Wurst bzw. um die Mumme. Ganz wenige Stimmen können darüber entscheiden, ob Hoffmann seine Ich-entscheide-wie-ich will-Stimme behält oder ob er die SPD einkaufen muss. Die SPD aber, so hieß es am Rande des Brunsviga-Hoffestes, will nur zu einem Drittel sich von Hoffmann einkaufen lassen. Zweidrittel der SPD wollen lieber eigene Politikschwerpunkte mit GRÜNEN, BIBS und Linkspartei suchen und finden.

In den letzten Tagen des Wahlkampfes kommt es jetzt darauf an, Hoffmann seine strategische Stimme zu nehmen. Für eine soziale Politik – am 10.9. wählen gehen und Die Linke. Braunschweig wählen!

Bernd Mex

PS: Ich bitte um sachdienliche Tipps und Links, ob ein Kommunalwahlergebnis der SPD bei 30% in der Stadt Braunschweig das schlechteste seit 1933 oder seit 1922 wäre. Da zeichnet sich ein stadtpolitisch bedeutendes Desaster ab.

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Einsortiert unter:Allgemeines, Wahlkampftagebuch 06

2 Responses

  1. Nick sagt:

    Schönen Wochenanfang erst einmal 🙂

    Die schrillsten Gedanken zum Wochenanfang mal nicht als Artikel oder in Leserbriefform:

    Wenn die Popen, Pfaffen und die speichelleckenden Schriftgelehrten den Herrschenden „zur Hand gehen“

    (Thomas Münzer (http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M%C3%BCnzer) und die Bauernarmee gegen den Adel, der unterstützt u. a. von Luther; die antifaschistische Demokratie gegen Francos Generäle, unterstützt von der katholischen Kirche in Spanien; Allende und das demokratische Chile gegen Pinochet und seine Generale in Chile unterstützt von u. a. CIA und FJS usw. usf. … das demokratisch-tolerante Braunschweig gegen noch-OB Hoffmanns CDU/FDP und seine Wandt-Heimbssche Melange, unterstützt von Armin Kraft und Prof. Ackers)

    bei ihrem MACHTERHALT, dann ist Obacht angesagt.

    Diese Zirkel, die sich als „die Stimme des Volkes“ gerieren (aufführen), schaut darauf, was sie sonst treiben, wessen Brot sie essen, warum sie wann jubilieren, trällern und jauchzen.

    „Es ist wahr und ich weiß fürwahr, dass der Geist Gottes jetzt vielen auserwählten, frommen Menschen offenbart, dass eine treffliche, unüberwindliche, zukünftige Reformation höchst notwendig ist und durchgeführt werden muss.“
    (Thomas Münzer, zitiert bei philos-website.de)

    Mit (noch) sommerlichen Grüßen
    N. Arndt

  2. volkmarode sagt:

    tja,
    nun, nachdem die wahl gelaufen ist, kann präzise gesagt werden, warum hoffmann weitermachen kann.

    gut 1.500 stimmen fehlten der linkspartei, um die fdp zu überrunden. das sind 500 menschen mehr, die ihre drei kreuze bei der linken hätten machen müssen.

    verteilt auf die acht gemeindewahlbereiche hätten in jedem bereich und auch in der nordstadt nur 65 menschen mehr für die linke mobilisiert werden müssen.

    schade.

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