Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Hannover:Erste Förderschule löst sich auf Welche Zukunft hat die Förderschule in der Schuntersiedlung ?

(von Hans-Jürgen Guth)

In der Schuntersiedlung wird gerade die lokale Grund- und Hauptschule geschlossen, um das Gebäude der Astrid-Lindgren Schule, Förderschule Lernen, zuzuweisen.
Bleibt nun wenigstens diese Schule am Tostmannplatz in der Schuntersiedlung oder veröden Platz und Siedlung danach, wenn auch diese Schule geschlossen würde ?
Die Astrid-Lindgren-Schule soll, so habe ich gehört, relativ wenige Anmeldungen für das neue Schuljahr haben. In Hannover löst sich nun die erste Förderschule Lernen auf, so schreibt die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 21.02.2011.

Früher war ein Schulentwicklungsplan Pflicht für jede Kommune. Die CDU-Landesregierung hat diese Pflicht abgeschafft.
Nun besitzt Braunschweig, die zweitgrößte Stadt Niedersachsens, keinen Schulentwicklungsplan und ist auch personell nicht in der Lage, selbst einen aufzustellen. Hier findet die Schulgebäudeplanung im Bauausschuß statt, der Schulausschuß hat nur wenig zu entscheiden. Die Linke im Rat der Stadt Braunschweig hat wiederholt Initiativen unterstützt, einen Schulentwicklungsplan aufzustellen. Alle Anträge wurden abgelehnt. So ist unklar, wie langfristig Änderungen in der Schulstruktur geplant sind. Manche Entscheidungen erscheinen etwas unstrukturiert.

Fällt die Grund- und Hauptschule Schuntersiedlung einem planlosen Vorgehen der Stadt zum Opfer? Man wünschte sich klarere Aussagen der Stadt, ohne dass man der Stadtverwaltung alles aus der Nase ziehen muss, mittels Anfragen, die dann vielleicht lakonisch nur mit einem „Ja“ oder „Nein“ abgespeist werden. Wie sieht denn nun die Zukunft aus? Wo sollen unsere Kinder zur Schule gehen? Welche Alternativen zu dem für den Stadtteil harten Schritt der Schulschließung gibt es denn?  (Es gibt sicherlich sehr viele Alternativen, weil es sehr viele Schulen, Schulgebäude und Schulformen in der Stadt gibt)

Vielleicht wird man drei Alternativen aufgetischt bekommen, die natürlich alle so teuer sind, dass die Schulschließung als „alternativlos“ herauskommt. Ist es nicht ein Armutszeugnis für die Stadtverwaltung, dass die Bürgerinitiative von selbst auf einen Alternativvorschlag gekommen ist, nämlich die Grundschule und die Förderschule im selben Gebäude einzurichten? Das ist dann angeblich zu teuer: Es wären zusätzlich 4 Unterrichtsräume, 2 Gruppenräume und ein Verwaltungsbereich nötig, das ganze kostete angeblich 1.400.000 €. Die Bürgerinitiative kommt in einem eigenen Konzept nur auf 450.000 €. (zu „Zahlen“ und „CDU-Zahlen“ vielleicht in einem anderen Beitrag mehr).

Die HAZ schreibt:

Die Entwicklung im Nordwesten der Stadt nimmt vorweg, was landesweit eigentlich ansteht. Die seit 2009 auch in Deutschland geltende UN-Behindertenkonvention fordert ein inklusives Schulsystem, in dem behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Wie Niedersachsen das gestalten will, ist bisher offen.

Die HAZ schreibt weiter, dass es so scheine, als ob das Niedersächsische Kultusministerium eine grundsätzliche Entscheidung zu Förderschulen auf die Zeit nach den Kommunalwahlen vertage.
Ob integrativer Unterricht statt Unterricht in einer Förderschule, der in der Praxis meist eine Schmalspurversion von echter Integration mit unterschiedlichen Lernzielen ist, besser ist, weiß ich nicht.

Dazu die HAZ: „Eltern von Kindern mit Förderbedarf sprechen sich keineswegs alle für das Verschwinden der spezialisierten Einrichtungen aus, die früher Sonderschulen hießen.  <<Für unseren Sohn wäre es ausgeschlossen, an eine Regelschule zu gehen. Die Förderung an der Grundschule hat für ihn bei Weitem nicht gereicht. Er braucht eine kleine Klasse>>, sagt Dirk Paulhuhn, Elternratsvorsitzender der Paul-Dohrmann-Schule. Paulhuhn ist deshalb froh, dass die älteren Schüler gemeinsam an eine andere Förderschule wechseln sollen.

Bloß- was wird mit den Förderschulen in Braunschweig geschehen ?

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