Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Blogs & Co: Braunschweigs Medienaktivitäten von unten — eine persönliche Zusammenfassung

(Gastbeitrag) Jetzt habe ich einen RSS-Reader installiert. Und ich dachte wegen der Masse der Beiträge, nun hätten wir einen Teil der Medienmacht in den Händen der einfachen Blogger und alternativen Institutionen. Je mehr ich lese, desto enttäuschter bin ich.
Wortgeschwurzel, Nebel gelichtet, Hintergrundinformationen? Leider Fehlanzeige, immer dasselbe, und immer „Hoffmann ist ein Doofmann“ als Aussage, in jedem zweiten Satz.

Den Vogel schoss „Hoffers weblog“ ab:  „… kurzum, dass Recht beachtet werden muß. Wie wir alle wissen, ist das in Braunschweig leider nicht der Fall.„(23.11.10) Das klingt in meinen Ohren schon wie eine Verleumdung. Als ob es andauernd Rechtsverstöße gäbe. Welche Klagen hat denn die Stadt verloren? Die Regierenden machen sich ihr Recht. Das können sie, weil sie regieren.

Was ich mir wünschte, wäre eine Alternative zur täglichen Lokalpresse. Dass man mitbekommt, was alles ansteht. Manche kommen diesem Informationsbedürfnis näher, andere weniger nah.
Doch bildet Euch selbst ein Urteil. Folgende lokale Blogs habe ich gefunden:

http://hoffer.wordpress.com
https://nordstadt.wordpress.com
http://www.hanskottke.de
http://newspatch.wordpress.com

http://volkmarode.wordpress.com (vom Admin ergänzt)

http://www.die-linke-bs.de
http://www.igm-bs.de

Dazu kommt noch www.braunschweig-online.com , leider ohne RSS-Newsfeed.

Und als Ergänzung könnten ihr noch die Pressemitteilungen der CDU Stadt Braunschweig per Mail abonnieren, das ist schon die halbe BZ: http://www.presse-service.de/PSAbo.cfm?PS_ID=925

Das wars dann aber auch (Ergänzungen sehr erwünscht– bitte als Kommentar unten eingeben).

Im Printbereich sieht’s noch schlechter aus. Die Parteien bringen’s überhaupt nicht. Die Linke gibt 3 mal im Jahr ihr „Braunschweig konkret“ heraus, mit der Auflage einer besseren Schülerzeitung von 1000- 2000 Stück. Von den anderen Parteien gibt’s gar nichts, was ich kenne. Und ob es wieder ein „unser-braunschweig“ aus dem Umfeld der BiBS gibt, ist auch ungewiss. Die letzte Ausgabe ist ein 3/4 Jahr alt. Immerhin mit einer Auflage von 105.000.

Also was tun ?

Erstmal ist die Frage, was wollen wir. Noch mehr unterhaltsame Kommentare zu dem, was wir schon wissen? Dann her mit dem nächsten Einzelblog und lustigen Schreibern.

Informationen über das, was die Stadt und das Umland verändert und was auch unsere Lebenssituation verändern könnte? Vielleicht noch mit aufklärerischem Anspruch, also das ganze in den Kontext, was da am Rande los ist und in der Geschichte mal war ? Vielleicht mit der Nennung von Alternativen ?
Dann schaffen das nur Ausnahmetalente alleine (z.B. blog.fefe.de). Ein Blogger könnte vielleicht mal in eine Ratssitzung gehen, aber er weiss nicht, was da sonst so los ist. Er muss sich mit anderen vernetzen, um Hintergrundinfos zu erfahren.
Lösung wäre also, dass unsere gut vernetzten Abgeordneten, z.B. Udo Sommerfeld oder für die Nordstadt Nick, selbst Artikel schreiben.
Die haben natürlich genug anderes Wichtiges zu tun. Also bleiben Leute, die Talent haben, und noch Zeit und Lust. Und die müssten sich zusammentun, zwecks Informationsaustausch und Besprechung von Artikeln. Und vor allem zur Recherche. Also ein gemeinsames Blog, mit einer lockeren Redaktionsgruppe wäre das Richtige. Nur Zusammen sind wir stark! Bildet Banden!

Was möglich ist, zeigt die Piratenpartei bundesweit. Die hauen immer mal wieder Neues raus. Neulich haben sie sogar depublizierte Dokumente zu dem Überwachungsprogramm INDECT geleakt. Und in ihrer letzten Pressemitteilung offenbaren sie, dass in Baden-Würtemberg Nicht-Parlamentsparteien (auch Die Linke) nicht in Schulen dürfen.

In den 20’er und 30’er Jahren gab es in Niedersachsen und Braunschweig die „Neue Arbeiter Zeitung“. Sie stütze sich auf ein Netz von Arbeiterkorrespondenten. Sie war von der KPD in Braunschweig gegründet worden. Sie hatte eine Auflage von 33.000 Stück täglich bis zu ihrem Verbot 1933. Das war möglich neben der Hugenberg-Presse und dem Leonhardt-Konzern. Heute ist die gesamte Zeitungsproduktion viel billiger geworden. Trotzdem soll nichts möglich sein? Und erstmal will man doch nur ein besseres Blog.

Da sind die Parteien und Bürgerinitiativen gefordert, selbst Medien zu gründen, und sich nicht zu beschweren, dass Andere doch so böse schreiben.

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