Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Zum Fische-Einwickeln bestens geeignet

über die Braunschweiger Presselandschaft- anhand von drei Beispielen- „Braunschweiger Zeitung“, „nb“ und „BS Report“

Prolog“ (= Vorrede)                              (Artikel noch teilweise* in Arbeit)

Presse ist, als Teil des verdinglichten Prozesses der öffentlichen Meinungsbildung, in einem demokratischen Gemeinwesen jeglicher Prägung, ein hohes, unverzichtbares Gut, so sagt es die durchschnittliche Systemtheorie (Hobbes, Locke, Montesquieu usw.) und das Grundgesetz in Art. 5 (nachzulesen z. B. bei dejure.org). Von Zeit zu Zeit lohnt es daher, sich die Realität, auch mal vor Ort, anzuschauen und eine Bewertung nach Schulnoten (1- 6) vorzunehmen.

a) *(Scan von Seite 1 vom 21.07.2010, hochkant, Ziel-Format ca. DIN A5- am Ende einfügen)

Der „Braunschweig Report“ („BS Report“)- eine wöchentlich erscheinende Zeitung – ist nach dem eigenen Selbstverständnis keine reine Anzeigen-Ansammlung, sondern „kritisch, unabhängig und parteilos“. Er beinhaltet einen redaktionellen Teil, der zumeist jedoch auch Versatzstücke anderer Medien (s. oben und frei verfügbare Meldungen usw. aus dem Internet) enthält. Die „kritische“ Darstellung ist, abgesehen vom Kommentar von Seite 2, im Normalfall unauffindbar. Woran das liegt? Dem Vernehmen und dem eigenen Erleben des Autors nach herrscht bei der Chef-Etage des „BS Report“ anscheinend der Irrglaube, man müsse die (freien oder auch die wenigen festangestellten) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur schlecht bezahlen, triezen und nerven, damit ihre Arbeit besser wird- so wirkt die Zeitung auch- also eher eine 4 bis 5 insgesamt.

b) der ganz dicke Fisch (oh, was für ein Wortspiel) ist die „Braunschweiger Zeitung“ („bz“). Sich mit ihr, angesichts der Vielschichtigkeit von Ressorts, RedakteurInnen und Themen und dem steten Wechsel von zuerst Chefredaktion und dann Massen-Entlassungen in diversen Bereichen bis hin zum kürzlich erfolgten Eigentümerwechsel, ernsthaft auseinander zu setzen, würde den Rahmen so eines kurzen „Ranking“ (engl. für „Rangfolge“) sprengen. Daher bekommt die „bz“ als Monopol-Tageszeitung eine 3, weil sie dem Informationsanspruch, auch ärmerer Schichten, durch ihren Internetauftritt „newsclick.de“ stärker nachkommt als „BS Report“ oder

c) die „Neue Braunschweiger“ („nB“, erscheint zwei mal pro Woche)- sie veröffentlicht z. B. meine Leserbriefe nicht (siehe am Ende des Artikels), sie ist aber kein reines Verlautbarungsorgan der CDU/FDP-Ratsmehrheit und sie erlaubt sich bisweilen sogar so etwas Ähnliches wie einen kurzen kritischen Blick auf manche Themen (s. Ausgabe vom 08.07.2010, Seite 1, „Ein schwarzer Tag für Versicherte“)- herausragend ist jedoch bei der „nB“, dass sie ein Archiv hat (unten verlinkt). (weiterlesen mit Klick auf:) … Daher verdient sich die „nB“ auch eine knappe 3.

Epilog“ (= Nachrede)

Weder die „bz“ noch die beiden Wochenblätter sind vollwertige Informations-Kost wie die Frankfurter Rundschau, die taz, Junge Welt, ND oder bzgl. der lokalen Wochenblätter das Wolfenbütteler Schaufenster (bei aller Kritik, gerade bzgl. Ausgewogenheit). BraunschweigerInnen, die sich gut, unabhängig und umfassend informieren wollen, ist daher anzuraten, sich zusätzlich über das Internet (Websites der [über-]regionalen Tageszeitungen, Homepages wie „Unser Braunschweig“, [lokale] Weblogs, RSS-feeds usw.) „schlau(er) zu machen“. Ob freilich jede der Ausgaben der drei lokalen Zeitungen- wie in der Überschrift angedeutet- womöglich nur zum Einwickeln von Fischen geeignet sind, das wird hiermit nicht behauptet.

MfG

Nicolas Arndt (Ihr / Euer freundlicher Bezirksrat aus der Nordstadt)

Anhänge: Email an die „nB“ om 09.07.2010:

hier verlinkt- das Ausgaben-Archiv der „nB“ findet sich hier … interessant in diesem Zusammenhang:

Wozu noch Journalismus? Niemand muss sich fürchten

19.07.2010, 09:43 2010-07-19 Lesezeichen hinzufügen Drucken

Ein Resümee von Heribert Prantl

Journalismus verändert seinen Aggregatzustand, aber er löst sich nicht auf. Er muss die digitale Welt nicht fürchten, im Gegenteil. Denn guter Journalismus geht immer in die Tiefe. (…)“ und zum BVerwG-Urteil „gegen“ die Linkspartei die Stimmen der „FR“ und der „taz“:

http://www.fr-online.de/top_news/2872369_Verfassungsschutz-bekommt-Recht-Ramelow-darf-ausspioniert-werden.html

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/sabotage-der-demokrate/

Der Verfassungsschutz dient dem Machterhalt der herrschenden Kreise. So ist es. So war es von Anfang an.

hier weiterlesen oder noch: “

Rechtsstaat gegen Links

Posted by flatter under Politik
[47] Comments
21. Jul 2010 22:34

Was das Bundesverwaltungsgericht heute entschieden hat, ist ein Schlag ins Gesicht des demokratischen Rechtsstaats, den die Bundesrepublik zunehmend nur noch darstellt. “Rechtsstaat”, das darf man allenfalls plump wörtlich nehmen. Alles, was links ist, hat hier nichts zu melden.

Das Gericht hat sich den abenteuerlichen Argumenten des Verfassungsschutzes angeschlossen und noch einen draufgesetzt. Der armselige Coup der nichtregierenden Neoliberalen, Grüne und SPD, Herrn Gauck aus dem Kasten springen zu lassen, wird nachträglich zum Gesinnunsgtest erklärt. Wo leben wir hier eigentlich? Die Frage liegt auf der Hand, was das eigentlich soll, eine Person wie Bodo Ramelow, der ohnehin in der Öffentlichkeit steht, geheimdienstlich zu “beobachten”. Sie ist aber falsch gestellt. (…)

“ hieraus ein weiterer Hinweis: „“Nicht nur rechtswidrig, sondern dumm
=> http://www.sueddeutsche.de/politik/urteil-verfassungsschutz-darf-linke-beobachten-nicht-nur-rechtswidrig-sondern-dumm-1.978080“ und noch http://www.klaus-baum.info/2010/07/21/ich-distanziere-mich-von-der-linken/

der Scan des „BS Report“ folgt, sobald verfügbar…

aus „FR“ (online)

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2 Responses

  1. „(..) die „bz“ als Monopol-Tageszeitung (…)“
    Das kann man nicht oft genug anmerken, daher danke.

  2. klaus baum sagt:

    unser hund hat auch nie stöckchen geholt. das war mit ihm nicht zu machen :_-))

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