Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Lieber Jürgen und die Stasi

Wolfgang Gehrcke, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Jürgen Trittin, MdB
Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen

Berlin, 15. Oktober 2009

Lieber Jürgen,

ich habe mir heute morgen die Mühe gemacht (vergeblich), den von der grünen Bundestagsfraktion in die Welt gesetzten Fragebogen zur „Linken“ zu beantworten. Dass ich daran gescheitert bin, ist nicht nur meiner Unfähigkeit, amtliche Formulare auszufüllen, geschuldet, sondern die Fragen sind schon recht pikant. Da wir uns beide für Politik interessieren, schließt das natürlich die subjektive Wahrnehmung der Politik der jeweils anderen Fraktion ein und solche Gesinnungsbögen aus.

Lieber Jürgen,
ich bitte dich sehr dringend, einige klärende Sätze zu diesem Unsinn aus deiner Fraktion in die Öffentlichkeit zu geben. Durch solche Aktionen könnte das ohnehin gespannte Verhältnis zwischen der Linken und den Grünen nur noch weiter strapaziert werden. Ich streite mich gerne über Politik, das weißt du. Für die Grünen und für die Linke, die beide im Bundestag in der Opposition sind, kann eine Bestandsaufnahme, in welchen politischen Fragen Übereinstimmungen und in welchen Differenz bestehen, wichtig sein. Dazu braucht man keine Fragebögen, das weiß man und darüber muss man reden. Interessanter Weise taucht die Frage nach Übereinstimmungen und Differenzen in der Politik in diesem komischen Fragebogen überhaupt nicht auf.

Ich warte auf deine Antwort.

Mit nach wie vor freundlichen Grüßen

Wolfgang Gehrcke

Den Fragebogen gibt’s hier. Ein starkes Stück!

Der „BigBrother Lifetimes Award“ ging an den Stasi2.0-Minister Wolfgang Schäuble- die Laudatio ist hier nachzulesen. Ich sag‘ nur- er hat’s sich verdient- ein Art Käpt’n Blaubär der Diktatur oDDR quasidie Königin mit Rädern unten dran“ 😉

Überhaupt scheinen manche ZeitgenossInnen ein starken Hang zu Glanz und Gloria- oder dem, was sie dafür halten- zu haben 😦

Siehe Herrn Sarrazin’s unsägliche rassistische Ausfälle- im Original nachzulesen hier. Dieser SPDler „ist ein Paraderassist, der Ausländer in gute und schlechte sortiert“ (frei nach „Slime“).

Andere kümmern sich mehr um die „eigene Klientel“, naja, sie tun so als ob- hier nachzulesen.

Interessant ist das anhängige Verfahren vorm Bundesverfassungsgericht zu den Hartz4-Regelsätzen– da darf „man“ gespannt sein! Vielleicht korrigieren die „bösen Juristen“ in Karlsruhe endlich das, wozu die Masse (CDU/CSU/FDP / SPD / Grüne)  in der Politik zu feige ist.

MfG

Nicolas Arndt

Soundtracks: Einmal natürlich SlimeGewalt“ und „Foyer des arts“- long live the eighties 😉

und das neue Rammstein-Album „Liebe ist für alle da“, hiervon besonders „Haifisch“ (eine Ode an ewige Freundschaft: „… wir halten das Tempo, wir halten unser Wort, wenn einer nicht mithält, dann halten wir sofort …“- m. E. eine musikalische Adaption der Moritat Meckie Messer von Bertold Brecht),  „Mehr“ (überdeutliche Kritik an sozialer Ungleichheit, Mitnahmementalität der Reichen und Wachstums-Wahn, ein überaus genialer Text: „… zwar bin ich reich, doch reicht das nicht …“- bei utube und die Drums im Video hier) und „Donaukinder“ (muß ich wohl nicht erklären) – im Übrigen ist das (*wegen des Videos?) vielgescholtene „Pussy“ eine deutliche Kritik am (deutschen) Sextourismus („(…) I can’t get laid in Germany (…)“)- aber wer Rammstein nun mal für eine sexistische Nazi-Band hält, die/ der soll dieses Vorurteil einfach weiter pflegen. Die Themen, die Rammstein bearbeiten und erst recht die Art, wie diese Themen behandelt werden, sind provokant, vielleicht mag ich sie deswegen im Allgemeinen, auch wegen ihrer teilweise komplizierten Texte (seelenverwandt?). Unpolitisch sind Rammstein meines Erachtens jedenfalls nicht- nur eine stumpf-rechte Band wie „B*se Onkel*“ sind sie nun mal nicht, da kann „man“ sich noch so sehr an der Stimme des Rammstein-Sängers „hochziehen“ (rollendes „R“). Manchmal hilft ZUHÖRrrrrEN.

*nicht gesehen, vielleicht kommentiert’s mal jemand, die/der es gesehen hat, denn TV gibt’s bei mir seit 2003 nicht mehr (seit der Lug- und Trug-Berichterstattung zum dritten Irak-Krieg)

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