Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Wählen gehen- vote 4 change!

An diesem Sonntag, 27.09.2009, istwar Wahltag- bis um 17.59 Uhr ins Wahllokal Nachtrag: Wahlabend-Nachlese

jede/r Wahlberechtigte hat(te) zwei Stimmen = zwei Kreuze*.

Etwas Wahl-Logik findet sich hier. Nachdenklich-satirisches von Volker Pispers hier (leider hat er Recht behalten, die Nicht-Wählenden 28% haben den Wahlabend unvergesslich gemacht und dürfen sich nicht wundern, wenn Merkel-Welle in Zukunft die Politik der sog. Großen Koalition verschärft fortsetzen wird).

Ein Politikum besonderer Art ist das sehr wahrscheinliche Zustandekommen der wahlrechtlich problematischen sog. Überhangmandate– der Begriff und die Problematik wird hier und hier erklärt- ein aktuelles Beispiel findet sich hier– Ansätze für eine verfassungsgemäße Lösung des Problems findet sich hier:

Mit Präferenzwahl Überhangmandate vermeiden « Demokratie von unten

Ein ganz anderes Thema sind die Einflüsse der Medien, besonders des einfach zu konsumierenden Fernsehens- hier wird ein Aspekt beleuchtet, der häufig übersehen wird: der Zusammenhang zwischen Medienkonzern-gebundener „Politik-Beratung“, deren Folgen und dem Profit, der aus der Berichterstattung über dieses Elend gezogen wird. Interessant. Vielleicht bringt’s manch Eine/n noch auf den letzten Metern dazu, keine der Hartz4-Parteien zu wählen:

“ (Zitiert…)

Volksverblödung aus Gütersloh

22. September 2009

Für Bertelsmann und RTL ist Hartz-IV ein erfolgreiches Geschäftsmodell

von Joachim Weiss

stiftung-bertelsmannKennen Sie die Geschichte von den beiden cleveren Brüdern? Während der eine nachts durch die Straßen zieht, um die Häuser schlafender Bürger mit Sprühfarbe und Hundescheiße zu beschmieren, eröffnet der andere eine Gebäudereinigung, die den Dreck wieder entfernt – der Gewinn wird brüderlich geteilt. Für alle, die solche Geschichten lustig finden, hat sich der Spitzenreiter unter den deutschen TV-Volksverblödungssendern, RTL, eine pseudokritische Reportage zum Thema „Die nächste Generation Hartz-IV ist hausgemacht und kostet den Steuerzahler unnötige Millionen“ ausgedacht und bei der gestrigen Ausstrahlung im RTL-Magazin EXTRA laut Quotenchart rund 3,3 Millionen Zuschauer bzw. Rang Fünf erreicht (1) .

hier weiterlesen.

*Ganz grob- Erststimme für den/die DirektkandidatIn, die/der mit den meisten Stimmen gewinnt den Sitz, die zweite als Landeslistenstimme, d. h. mit ihr wird allgemein der jeweilige Anteil der Partei pro Bundesland im Bundestag festgelegt- sie ist die wichtigere Stimme!

(zitiert von nachdenkseiten.de:)

25. September 2009 um 11:43 Uhr

Wenn Sie noch nicht wissen, was Sie wählen wollen, das neueste Stück der Spiegel-Kampagne gegen die Linke kann Demokraten helfen.

Verantwortlich: Albrecht Müller

Unter der Überschrift „Plädoyer für eine Entzauberung der Linkspartei“ lässt der Spiegel den so genannten Politologen Gerd Langguth auf die Linke los. Ein NachDenkseitenLeser machte uns auf dieses Stück aufmerksam und kommentierte:
„Der Spiegel gibt kurz vor der Wahl noch mal Alles!!! Kampagnen-Journalismus vom Feinsten“. Zum miesen Charakter dieses Stücks gehört auch die mangelhafte Information über den Autor.
hier weiterlesen

Eben gerade lustige Szene im Wahllokal (nein, das ist keine Kneipe, bei der man wählen darf, was man trinkt):

Ehepaar wählte fast gemeinsam- in einer Wahlkabine- vom Wahlhelfer resolut mit den Worten verhindert:

„Das geht so nicht- die Wahl ist geheim.“ Antwort: „Wieso, ich weiß eh, was meine Frau wählt!“

„Privat zusammensein können Sie zu Hause wieder.“

Und ohne das Ergebnis bereits (17 Uhr 42) zu kennen, der SPD mit auf den Weg:

“ (wiederum zitiert von nachdenkseiten.de)

Wer eine Partei so auf Null bringt, gehört in die Wüste geschickt.

Verantwortlich: Albrecht Müller Man traut seinen Augen und Ohren nicht mehr: Nach neueren Meldungen (siehe unten Anlage 1) wollen die bisherigen Führungspersonen der SPD nach verlorener Wahl offenbar weitermachen. Es ist höchste Zeit, dass sich in der SPD Widerstand regt. Andernfalls wird es zur endgültigen Zerstörung dieser Volkspartei kommen.hier weiterlesen.

Wahlabend-Nachlese:

Irgendwann habe ich aufgehört, die Wahlabende zu zählen, bereits beim vorletzten war mir klar, den Rausch am Wahlergebnis, die Trunkenheit der Zahlen gebe ich mir, zumindest an dem Abend, nicht. Auf manche wirkt das abgehoben- die Zahlen seien doch das Wichtige- nein, auch nicht der frenetisch-juvenale bzw. verhaltene Jubel, den ich gestern Abend an zwei Stellen erlebte: einmal bei der Piraten-Wahlfeier, die sich bereits um 18 Uhr 40 an einem Freiburger Hochrechnungs-Zwischenergebnis berauschten, einmal bei unserer Wahlfeier, als feststand, dass wir viertstärkste Partei sind und uns viel mehr Menschen als vorher (ja, dahinter stehen Menschen, keine/r ist einfach nur „Wähler/in“, die/den wir anschließend nicht mehr im Sinn haben) ihr Vertrauen ausgesprochen haben.

Entgegen sonstiger Gewohnheit war ich dann auch beim Troß derjenigen GenossInnen und KollegInnen dabei, die zum Rathaus zogen, um die Ergebnisse öffentlich zu feiern- hier feierte niemand, es war eine bedächtige, fast nüchterne Stimmung. Die SPD ließ fast sich gar nicht sehen, Grüne verzweifelt, FDP mild und mitleidig lächelnd. Nach 30 Minuten wieder zurück zum „Roten Forum“, selbst dort war die Stimmung im Ganzen besser. Die städtischen Ergebnisse sind auf den Seiten der Stadt (kein Konzern @Neoliberale in der SPD usw.) abrufbar oder HIER- siehe auch hier bei Hans Kottke– insofern wäre eine weitere Anwesenheit meinerseits unnütz gewesen. Im Laufe des Abends begegnete ich noch einem ehem. Mitschüler aus dem Barkow-Gemeinschaftskunde Leistungs-Kurs 🙂 (S., der bei „Frag Paula“ spielt), der „noch“ Sympathisant ist. Macht nichts, war ich sieben Jahre auch (1994- 2001). Ein  gutes, teilweise tiefgreifendes Gespräch mit dem Neu-Genossen M., der sehr an Kommunalpolitik interessiert ist (!), erfreulich, dass das Denken, nur Bundespolitik sei wichtig, nicht alle Geister umnächtigt.

So ganz chronologisch ist diese Kurzgeschichte nicht- wird bei verwirrten Gemütern auch verziehen 😉 – denn die Piraten wurden schon angedeutet- deren Feier war devot ausgelassen, so als ob 8 % in Freiburg bereits der Einzug in den Bundestag wären. Immerhin auch hier drei bekannte Gesichter, K. („Videofreak“), P. (muss grad schmunzeln, weil ich mir vorstelle, wie wichtig manchen die vollständige Namensnennung wäre) und eben Jens-Wolfhard Schicke (Direktkandidat der Piraten in BS, der hier auch schon einmal kommentierte und an dem Abend verständlicherweise etwas nervös war)- Ort war passig: im „Dialog“- eine Bezahl-Kneipe am Rande der Nordstadt (Hans-Sommer-Str. /Ecke Ring)- insofern Programm, lieber gediegen teuer feiern, als „dröge“ location und catering selbst zu oganisieren. Atmosphärisch Jugendzentrum, wenn BritPop-, GoreTechno- und Gothic-Bands spiel(t)en. Eintritt aber 12 EUR (sinnbildlich). Fühlte mich etwas verloren, unter Piraten eben, gekaperter Wahlsieg für Schwarz-Gelb. (Pause… später weiter… etwas Einstimmung hier: http://rotstehtunsgut.de/2009/09/28/schluss-mit-weiter-so) und wieder Pause mit http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,651219,00.html (tiefgründige, fast selbstkritische Analyse des eigenen Wirkens dieser einstmaligen „Dampframme der Demokratie“, besonders „Dancing on the streets“ und die Reduktion der Linkspartei auf das HIER sind bezeichnende Selbstbezichtigungen der Voreingenommenheit). Zum Zwecke besserer Lesbarkeit nun erst einmal ein Ende mit diesem Artikel, mehr zur letzten Bezirksratssitzung, den Wahlergebnissen und „mehr“ – bald.

MfG

Nicolas Arndt („First … and last … and always…“- Sisters of mercy 😉 )

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