Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Keine Neonazis…

oder warum unsere „große“ lokale Tageszeitung tendenziell das Papier, auf dem sie gedruckt ist, meistens nicht wert ist.

Liebenswerter Dilettantismus, aber bisweilen Liebe zum Detail, ist, was ein Hobby-Projekt auszeichnet, so z. B. dieses Weblog. In meiner Freizeit erstellt, meistens ohne Leidensdruck oder Frust, mit einer Portion Grobkörnigkeit und etwas satirischem Biss.

Die „BZ“ ist da anders. Dort schreiben „Profis“, böse gesagt „Professionelle“- das soll soviel heißen wie „Berufsmäßige“= „die können das. Und dort ist alles anders“. Aha.

Selten, dass klare Fälle von gewalttätigem Rassismus in einem unserer Lokal-Blätter zur Sprache kommen- letzte Woche mal wieder, Freitags in der „BZ“ (siehe unten, meine Quelle newsclick.de*), am Sonntag in der „nb“ (nicht groß anders).

Betrunkene schlagen zwei Syrer auf offener Straße krankenhausreif
Junge Männer beschimpfen Opfer als „Scheiß Ausländer“ – Polizei: Kein Kontakt zur
rechten Szene (…..)“

Im weiteren Hin-und-Her des Artikels wird nach und nach die Geschichte erzählt, wie diese zwei Menschenfeinde auf zwei Beinen die beiden Syrer und deren Begleitung angriffen. Vorher hätten sie weitere Straftaten begangen.

Wie üblich schließt die Braunschweiger Polizei in Form ihres „Voreilers“, Pressesprecher Grande, aus, dass die Tat einen ausländerfeindlichen= rassistischen Hintergrund haben könnte. Es wird der Eindruck erweckt, die Wiederholungs-Täter seien zu dumm, um Nazis sein zu können, es fehle das politische Verständnis. Wie bitte?

So als ob Dummheit kein Markenzeichen der äußersten Rechten wäre, sieht der gute Mann niemals einen durchschnittlichen NPD-Funktionär reden? Vielleicht sollte er nicht von der jetzigen Eloquenz eines bekannten Wahl-Braunschweigers und ehemaligen NPD-Funktionärs auf die ganze (heutige) Partei oder deren Anhänger bzw. Umfeld schließen.

Mehrfache Angriffe auf Ausländer machen keine/n zum Nazi/Ausländerfeind?

Wo lebt dieser Pressesprecher? Muss er das so sagen?

Soll die gesellschaftliche Realität für Millionen InländerInnen mit (angeblich) falschem Paß, falscher Haut- oder Haarfarbe oder irgendwelcher anderen „undeutschen“ Merkmalen ausgeblendet werden? Will uns der Herr vielleicht für dumm verkaufen?

Aber der Journalist bringt es doch auf den Punkt.

Ja, was eigentlich? Irgendein Kommentar? Fehlanzeige.

Nicht gekonnt (schlimm),

keine Zeit gehabt (schlimmer- mehr MitarbeiterInnen einzustellen könnte helfen)

oder nicht erwünscht seitens der Redaktion (am Schlimmsten)?

Mal wieder ein Glanzstück Journalismus a là „BZ“. Ob ich sie (regelmäßig) lesen würde, wenn ich sie geschenkt bekäme?

Nachdenklich grüßt euch/ Sie

Nicolas Arndt

Nachtrag:

Die „BZ“ bzw. der Polizei-„Voreiler“ Grande korrigieren sich:

Kontakt zur rechtsextremen Szene

(Soundtrack: U2 „One tree hill“- vom Album „The Joshua tree“, 20 Jahre alt und immer noch so gut, dass es mich beim Schreiben entspannt, mein Tipp für die ganze Woche! „you run like a river … run through the sea“, einfach gut, jeden Euro wert)

*Betrunkene schlagen zwei Syrer auf offener Straße krankenhausreif.pdf

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