Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Kundenströme, Audienz, Chaos, Kicherbsen*1

Vorneweg das Beste:

uns G. H., der „Chef Vons Janze“ (bisweilen volkstümlich nach einem Hygiene-Markenartikel „OB“ genannt), besucht endlich seine UntertanInnen in der Nordstadt- hier die Einladung ob-sprechstunde-300807.jpg zum nächsten Donnerstag, 17 Uhr 🙂

Anstatt angesichts des, teilweise tollen, Wetters die „Bürgersprechstunde“*2

mutig

und zentral auf dem Nibelungenplatz unter freiem Himmel durchzuziehen, versteckt sich GH lieber in der tendenziellen CDU-Hochburg „Am Schwarzen Berg“- wie durchsichtig ist das denn?!

*1 Ja, der Schreibfehler ist mir bewusst- es heißt schon „Kichererbsen“- wir sollen doch alle sparen 😉

*2 Die laut „BZ“ und „nB“ so sprichwörtliche Bürger-Nähe des Gert Hoffmann wird sich zeigen- in den Ratssitzungen, die ich bisher „erleben“ durfte, bewährte sich dieser Oberbürgermeister vor allem durch autoritäres, schulmeisterliches Auftreten gegenüber allen Anwesenden- sogar seiner eigenen Partei gegenüber, eben ganz der „Souverän“ aus vor-demokratischen Zeiten.

CDU und FDP sind m. E. eine Art von Sado-Maso-Vereinen:

„Christlich“ und „demokratisch“ sein zu wollen, aber nur das „Alte Testament“ umsetzen zu dürfen bzw. zu können und statt moderner Bürger-Demokratie den Obrigkeits-Staat von Kaiser Wilhelm (I., II., III.- egal) zu fordern, ist schon ein gewisser hirn-spaltender Widerspruch.

Die Partei der Besserverdienenden wiederum stets bieder und angepasst auf Kurs ins Mittelalter, es sei denn, es geht um „die Freiheit“ (des sog. Marktes)- dabei blenden diese „Freiheitskämpfer“ gern aus, dass ohne Regulierung genau dieser Markt tendenziell verschwindet (hab‘ mal Marx gelesen, obwohl- Ricardo schrieb das auch, und der war niemals Sozialist).

Genug provoziert- diese Woche hat noch mehr zu bieten– am Freitag kommt die revolutionäre Mindestlohn-Kampagne auch nach Braunschweig, Kundgebung ab 12 Uhr, Demonstration ab 14 Uhr, Kohlmarkt und abends ab 20 Uhr erklären die standhaftesten Anarchos, wie das „Leben ohne Chef und Staat“ funktioniert (im Nexus, Frankfurter Str.) (ohoh, wann verkneife ich mir mal die Ironie?!).

Es verspricht ein „heißes“ Sommer-Ende zu werden 🙂

Im September finden mindestens zwei Groß-Demonstrationen (Hannover und Berlin) statt, an denen sich Gewerkschaften, Linke usw. beteiligen, dazu später mehr.

Nicht vergessen bleibt die lokale Presse, diesmal auch die „BZ“, nicht nur die „nB“.

Sie titelte „Mehr Menschen am Ringerbrunnen, aber weniger auf dem Damm“ (siehe Newsclick-Artikel), ließ das „ECE-Center-Management“ in Hofberichterstatter-Manier unkommentiert vom Erfolg des „ECE“ schwadronieren. Erst gegen Ende ein paar kritische Stimmen zu der (Datenbasis der) Passanten-Zählung, wohl wissend, dass der durchschnittliche Zeitungsleser das Ende eines Artikels nicht liest oder weniger gut im Gedächtnis behält (Vier-Zeiler-Regel).

Insgesamt erscheint der Artikel wie „Viel Rauch um Nichts“, ob der verantwortliche Redakteur allerdings wie „Cheech und Chong“ bekennender Haschisch-Konsument ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Er ist, siehe „BZ“-Artikel vom 25.08.07, „Genug Unterschriften für Bürgerbegehren gegen Spaßbad“, anscheinend in der Lage, die „BZ“ vor dem Titel „journalistisches Schlußlicht der Republik“ zu bewahren. Wenn er will- oder wenn er darf?

Der vom „BZ“-Redakteur zitierte O-Ton der betroffenen Geschäftsführenden schwankt irgendwo zwischen Schön-Färberei und Gesundbeten. Was zähle, sei besseres Marketing, dann kämen höhere Umsätze und Gewinne von ganz allein.

Wann wird die Masse von Handwerk und Handel begreifen, dass „der kleine Mann“ ihre Rechnungen auch bezahlen können muss- und dass ihre Angestellten genauso auch wieder Konsumenten (der anderen „Marktteilnehmer“) sind?

Wie soll ernsthaft mehr oder auch nur genau so viel wie bisher konsumiert werden, wenn die niedrigen und mittleren Einkommen real sinken?

Wieviele Kühlschränke kauft so ein Millionär eigentlich pro Jahr, isst er mehr Butter als eine sechs-köpfige Familie?

Lässt jede Millionärin jedes Jahr die goldenen Wasserhähne in allen Villen austauschen, fährt sie täglich beim Einparken Beulen in ihren Porsche-SUV?

Es erscheint müssig, das Benutzen dieses Stück Fleisch und Blut zwischen Schädeldecke und Kinn einzufordern, es muss Berechnung hinter der offenkundigen Blindheit dieser im „BZ“-Artikel Zitierten liegen.

Warum eigentlich „Kicherbsen“ (Kichererbsen) in der Überschrift?

Die Hippos haben BS doch nicht verlassen, stehen nicht bei W. Putin im Datschen-Vorgarten, sondern auf einem dieser Vor-Plätze, manche nennen ihn den „Schloss-Vor-Platz“.

Das journalistische Kleinod aus der“nB“ ist hier nb-reiter120807.jpg nachzulesen. Grandios, bisschen Spachtelmasse ranschmieren und „es passt“- analog zum Film „Was nicht passt, wird passend gemacht“- ist das ein Symbol für die „neue Art“ der Braunschweiger Kommunalpolitik?

In diesem Sinne- sauber bleiben!

MfG

Nicolas Arndt

Soundtrack: annähernd gleichberechtigt- Geier Sturzflug „Bruttosozialprodukt“, Soft Cell „Tainted Love“, Markus Becker feat. Mallorca Cowboys „Das Rote Pferd“ und Elvis Presley „Jailhouse Rock“. Vernünftig ist, wer die eigene Verrücktheit abfeiern kann 🙂

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