Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Straßenjungen und gekreuzigte Blumenkinder

Zu einer FDP-Rezension für „korrekten“ Anti-Faschismus

Zum Artikel “NPD-Aufmarsch: Polizei-Einsatz illegal” in der Braunschweiger Zeitung
(keine Glosse- danke an Ralf, nun mal etwas „sachlicher“)

Juliane Lehmann (FDP-Ratsmitglied) verarbeitet auf der unaktuellen Website der BSer neoliberalen Groß-Fillialisten-Ketten-Hunde (ups, unsachlich, sorry) als Antwort auf einen „BZ“-Artikel über das von mir beschriebene Verwaltungsgerichts-Verfahren und den mit ihm für illegal ver- bzw. beurteilten Polizeieinsatz am 18.06.05 in Braunschweig

Halb-Wahrheiten, Vermutungen und Halb-Wissen.

Beispiel: “ (…) aber ich plädiere auch dafür, die schwierige Lage der Polizei im Auge zu behalten. Die Polizei trug die Verantwortung dafür, dass die Situation nicht eskaliert. Die Gegendemonstranten bewegten sich auf die Polizei zu; es flogen Flaschen. Der Kläger selbst hat für sich zivilen Ungehorsam in Anspruch genommen. Wer will es da der Polizei vorwerfen, in dieser Situation überreagiert zu haben? Wie würde die Lage heute beurteilt werden, wenn die Polizei nichts unternommen hätte und die Situation tatsächlich eskaliert wäre, so dass Menschen zu Schaden gekommen wären?

Mal ganz langsam- Sitz-Demonstranten bewegten sich auf (wehrlose) PolizistInnen zu? Flaschen regneten auf unbehelmte, schlecht ausgerüstete Streifen-PolizistInnen, die um ihr Leben kämpfen mussten? Es gab keine Eskalation seitens der eingesetzten Hoffmann-Polizei? Sind keine Menschen zu Schaden gekommen?

Fr. Lehmann hat Recht, die „Herrenmenschen“ der NPD hat kein Polizeiknüppel getroffen.

Fr. Lehmann kann am 18.06.05 nicht vor Ort gewesen sein, ist sich wohl zu fein dazu (?). Worte sind Waffen, auch wenn sie stumpf und dumpf sind. Die verquere Sicht der Ratsfrau auf den Polizeieinsatz und ihre offenbare Unerfahrenheit beim Themenbereich „Was ist eine Demonstration“ ist peinlich für eine Partei, die sich im Bundestag zusammen mit unseren GenossInnen

(Petra Pau, Gesine Lötzsch, Jan Korte und Wolfgang Neskovic z. B.)

der Linkspartei und WASG gegen den anti-demokratischen „mainstream“ der „Großen Koalition“ für den Erhalt unserer Bürgerrechte einsetzt.

Ist das die „Spitze“ der FDP in Braunschweig?

Zu retten ist diese angebliche Bürgerrechts-Partei in dieser Stadt nicht über den nachgeklappten „Schulter-Schluss der Demokraten“ in den folgenden Absätzen, es wirkt abgedroschen, schal, irgendwo abgeschrieben- kein Herz, keine Seele, wie Stauffenberg 1944, bemüht, aber zu spät. Bereits Spanien 1936 standen unsere GenossInnen zutiefst engagiert gegen die Faschisten, wo waren da die Vorgänger der Lehmann-Partei?

Fazit: Anti-Faschismus gibt es nur von LINKS.

MfG

Nicolas Arndt

Soundtracks heute: von Ooomph „gekreuzigt“, Sido „Strassenjunge“ und Sandi Thom „I wish I was a punkrocker with flowers in my hair“- Texte einfach bei yahoo oder google suchen, bin faul heute.

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2 Responses

  1. sascha sagt:

    ich muss ja mal sagen, das ich die musikwahl am schluss ziemlich grenzwertig finde, gerade der extrem sexistische und gewaltverherrlichende sido sollte doch bitte bei einer debatte wie dieser draussen vor gelassen werden – sonst könnte man ja demnächst evtl. rammstein oder ähnliches mit einfließen lassen?

  2. nordstadt sagt:

    1. danke für den Kommentar
    2. Sido ist sicher kein Vorbild, aus verschiedensten Gründen, aber die teilweise recht „klaren Ansagen“ und dass „die Kids“ ihn hören, zwingt m. E. dazu, sich mit ihm, wie auch mit Bushido u. a. zu beschäftigen- was nun an Rammstein so schlimm sein soll, erschließt sich mir nicht, wer die Ironie bei z. B. „Mein Teil“ nicht heraushört, ist vielleicht zu sehr „links“, als dass Humor und Sarkasmus ihm/ihr noch etwas anhaben könnten
    3. gibt es Wichtigeres als unseren kleinen „Streit“- lies mal hier:
    http://de.indymedia.org/2007/05/174990.shtml
    („Braunschweig-Angiffsversuch auf Antifaschist“)
    Denke, das klar sein sollte, das hier unsere Solidarität (die echte, nicht die von Sonntags-Reden) gefragt ist.
    MfG Nicolas Arndt

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