Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

Leserbrief zu „Flucht und Vertreibung: Sudetendeutsche“

—– Original Nachricht —-
Von: @____.de
An: redaktion.politik_a t_bzv.de
Datum: 23.07.2006 16:02
Betreff: Leserbrief zu „Flucht und Vertreibung: Sudetendeutsche“

Zur BZ-Hintergrundseite „Flucht und Vertreibung: Sudentendeutsche“, BZ 22. Juli 2006

Sehr geehrte Redaktion,

die einseitige Darstellung der geschichtlichen Ereignisse durch Ihren Redakteur Klaus Herrmann in der BZ-Ausgabe vom 22. Juli darf nicht unwidersprochen bleiben. Ihre Zeitung übernimmt damit die äußerst fragwürdigen Positionen der Sudetendeutschen Landsmannschaft, statt einen Beitrag zur Aussöhnung zwischen Tschechen und Deutschen zu leisten.

Was Klaus Herrmann tatsächlich – man traut seinen Augen nicht – in reinster Nazi-Diktion „Anschluß des Sudetenlandes“ nennt, war in Wahrheit die Zerschlagung der souveränen demokratischen Tschechoslowakischen Republik, die von Sudetendeutschen aktiv mit vorbereitet worden war. 1938 gehörte mehr als ein Drittel der 3,4 Millionen tschechoslowakischer Bürger deutscher Herkunft der nationalsozialistischen Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins an (1,2 Millionen Parteimitglieder).

Der von Ihnen ebenfalls zitierte Thomas Mann schrieb dazu in seinen Lebenserinnerungen: „Die Tschechoslowakei Masaryks und Benes‘ hätte verdient, daß man um ihretwillen das Äußerste riskierte. Es war ein gutes Land, eine gute Demokratie. Von allen europäischen Völkern waren es die Tschechen, die damals am mutigsten und am klarsten die Ideale und Überlieferungen repräsentierten, die in Deutschland mit Füßen getreten wurden.“

Stattdessen jubelten die Sudetendeutschen der Zerstückelung und Besetzung der Tschechoslowakei durch Wehrmacht und SS zu, und ein großer Teil beteiligte sich in den folgenden Jahren am deutschen Terror gegen Sozialdemokraten und Kommunisten und an der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Ihr Ziel war nach ihren eigenen Worten die „Regermanisierung“ und „Entjudung“ der von Deutschland annektierten Gebiete.

Die Präsidialdekrete der ersten tschechischen Regierung unter Edvard Benes nach der Befreiung erscheinen somit als legitime und verständliche Konsequenz der mit der deutschen Besatzung verbundenen Verbrechen, und auch die „Vertreibung“ der Sudetendeutschen stellt sich bei dieser Betrachtung in ganz anderem Licht dar.

Die Präsidial-Dekrete stehen mitnichten für die Belastung des deutsch-tschechischen Verhältnisses bis heute. Was das deutsch-tschechische Verhältnis bis heute belastet, ist vielmehr die fortgesetzte revanchistische Politik der „Sudetendeutschen Landsmannschaft“, die in ihrer Satzung immer noch Ansprüche auf tschechisches Territorium erhebt.

Erinnert sei auch an die zahlreichen früheren Nazi-Funktionäre, die nach dem Krieg die Sudetendeutsche Landsmannschaft gründeten und in ihr Karriere machten. Genannt seien nur der langjährige Sprecher der Landsmannschaft, das NSDAP-Mitglied Walter Becher, sowie Siegfried Zoglmann, HJ-Führer im „Protektorat Böhmen und Mähren“, enger Mitarbeiter Konrad Henleins und im Krieg Untersturmführer der „Leibstandarte Adolf Hitler“.

Für einen Abdruck dieses Leserbriefes wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen,
Volker Kufahl

(aus Email-Verteiler der Linkspartei Braunschweig, hier eingestellt von Nicolas Arndt- mein Soundtrack: Der Tod ist ein Meister aus Deuschland von Slime- Text hier)

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Einsortiert unter:Allgemeines, Lokales, Presse, Soundtrack

One Response

  1. Vasicek sagt:

    und ein horst köhler vergisst lidice und ehrt den tschechischen antisemiten gruscha. nichts gelernt aus der shoah?

    —-

    Anmerkung- der o. a. Kommentar erfolgt auf ausdrücklichen Wunsch des Hr. Vasicek. Folgende Email-Konversation möchte ich allerdings zur Erklärung meines Zögerns bezüglich der Veröffentlichung nicht vorenthalten:

    Von:
    Petr Va¹íèek <
    (Email-Adresse)

    Gesendet:
    Dienstag, 15. August 2006 11:39:07

    An:
    Nicolas Arndt <linke-nordstadt@hotmail.de>

    Betreff:
    Re: Ihre Nachricht auf nordstadt.wordpress.com

    empfehle bei google und grusa und hilsner nachzuschauen, ggf. auf
    den einschlägigen jüdischen websites da steht genug über das
    antisemitische rasen des aus prag gejagten. köhler war das bekannt,
    trotzdem zeichnet er ihn aus. schande, dass es so einen präsidenten
    in berlin gibt.

    pv

    > ———— Původní zpráva ————
    > Od: Nicolas Arndt <linke-nordstadt (a t ) hotmail.de>
    > P edm t: Re: Ihre Nachricht auf nordstadt.wordpress.com
    > Datum: 14.8.2006 08:07:58
    > ———————————————
    > Hallo,

    erst einmal- bitte legen Sie diesen „von oben herab-Ton“ > ab.

    Wenn Sie mir nicht zu erläutern vermögen (habe bei google.de >
    recherchiert
    und 1. mehrere Gruschas gefunden* 2. keinen offenkundigen > Nachweis
    Ihrer
    Thesen), was Sie bewegt, dann halte ich es für > zweifelhaft, dass
    Sie (auch)
    andere von Ihren Behauptungen überzeugen > können.

    Zum zweiten- das Thema ist nicht mein Spezialgebiet, > daher-

    inhaltlich mag das alles stimmen, allein, ein paar Nachweise >
    fehlen wohl
    noch, oder?

    Ihren Hinweis auf Grass, > wahrscheinlich Günter Grass,
    />http://nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/1999/
    biobib-ty.html
    />ist mir nicht klar- was wollen Sie mir damit sagen?

    Schreiben Sie > bitte deutlich, was Sache ist und belegen Sie das,
    dann
    verstehe
    />ich Sie auch.

    MfG
    N. Arndt

    *
    a) Gruscha, > Anton Joseph (1820-1911)
    />http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Christentum/
    Personen_der_Kirchengeschichte/Go
    />
    oder

    b) Jiri Grusa
    />http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=137
    />http://www.deutsche-botschaft.cz/DE/POLITIK_PRESSE/ARCHIV/ARCHIV_
    2006/01_grusa.htm
    />http://www.deutsche-botschaft.cz/DE/POLITIK_PRESSE/ARCHIV/ARCHIV_
    2006/01_grusa_laudatio.htm
    />

    >From: Petr Va¹íèek (Email-Adresse)
    >Reply-To: > (Email-Adresse)
    >To: Nicolas Arndt <linke-nordstadt (a t) hotmail.de>
    />>Subject: Re: Ihre Nachricht auf nordstadt.wordpress.com
    >Date: Mon, 14 > Aug 2006 07:33:00 +0200 (CEST)
    >
    >
    >dann schauen sie doch > selbst nach auf der website der deutschen
    >botschaft in prag: am > 9.1.2006wurde dort der tschechische
    antisemit
    >gruscha geehrt. also > lidice, auschwitz und 6 millionej ermordeter

    >juden schon vergessen?
    />>
    >köhler hat das trotz proteste von verschiedenen seiten brutal
    />>durchgezogen.
    >
    >grass grassiert überall?
    >
    >p. > vasicek
    >
    >praha
    >
    > > ———— Pùvodní zpráva > ————
    > > Od: Nicolas Arndt <linke-nordstadt (a t ) hotmail.de>
    > > > Pøedmìt: Ihre Nachricht auf nordstadt.wordpress.com
    > > Datum: 13.8.2006 > 21:16:58
    > > ———————————————
    > > > Hallo,
    >
    >Ihr Kommentar:
    >
    >“Kommentare in der > > Warteschlange
    >
    >1.
    >
    >Vasicek | (Email-Adresse) | > IP: > (IP-Adresse – )>
    >und ein horst köhler vergisst lidice und > ehrt > den
    tschechischen
    >antisemiten gruscha. nichts gelernt aus der > > shoah?
    >
    >Aug 12, 10:49 PM / nachmittags [ Bearbeiten | > Löschen | >
    Beitrag
    >ansehen ] Aktion: Genehmigen Spam Löschen Auf > später >
    verschieben
    >“
    >kann so- ohne Quellen-Benennung- nicht > > veröffentlicht werden-
    >sorry.
    >
    >Bitte beachten Sie, dass
    />>in
    >/>
    >Ҥ 90 StGB
    >
    >Verunglimpfung des > Bundespräsidenten
    >
    >/>(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder > durch Verbreiten
    von
    >Schriften >
    >(§ 11 Abs. 3) den > Bundespräsidenten verunglimpft, wird mit >
    >Freiheitsstrafe
    >von > drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
    >
    >/>(2) In minder > schweren Fällen kann das Gericht die Strafe nach

    >seinem
    >/>Ermessen > mildern (§ 49 Abs. 2), wenn nicht die Voraussetzungen
    des
    >§ 188
    />>/>erfüllt sind.
    >
    >(3) Die Strafe ist Freiheitsstrafe von sechs > > Monaten bis zu
    fünf
    >Jahren,
    >wenn die Tat eine Verleumdung (§ 187) > ist > oder wenn der Täter
    sich
    >durch die
    >Tat absichtlich für > Bestrebungen gegen > den Bestand der
    >Bundesrepublik
    >Deutschland > oder gegen > Verfassungsgrundsätze einsetzt.
    >
    >(4) Die Tat wird nur > mit > Ermächtigung des Bundespräsidenten
    >verfolgt.“
    >
    >Ihr > bei uns zur > Veröffentlichung gedachter Inhalt
    möglicherweiser
    >unter
    />>Strafe gestellt > wird.
    >Unsere kleine Website kann es sich nicht > leisten, angezeigt und/
    oder
    > > auf
    >Unterlassung verklagt zu > werden.
    >
    >MfG
    >N. Arndt von > nordstadt.wordpress.com
    />>
    />>/>_______________________________________________________________
    __
    />>Die > neue MSN Suche Toolbar mit Windows-Desktopsuche. Suchen Sie

    />>gleichzeitig
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    >
    > > >
    >
    >Petr Va¹íèek
    (Email-Adresse)
    >

    />_________________________________________________________________
    Sie > suchen E-Mails, Dokumente oder Fotos? Die neue MSN Suche
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    >

    Petr Vaší ek
    (Email-Adresse)

    Ehe also nun jemand meint, gegen diese Website und ihre Betreiber aus obigem vorzugehen, würde ich mich freuen, wenn Sie mich diesen Kommentar hilfsweise simpel entfernen lassen (in angemessener Frist).

    Danke.

    MfG

    N. Arndt am 15.08.06- 18:39 Uhr MEZ

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