Libertäre Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

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Besser ohne Partei sozial und solidarisch- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.

PM Landes ASten Konferenz Niedersachsen zu Studiendarlehen

„Auch Studiendarlehen führen nicht zu sozialverträglichen Studiengebühren

Die Konditionen des Studienbeitragsdarlehens als „sehr günstig“ zu bezeichnen, ist bei einem Zinssatz von immerhin 5,1 Prozent völlig überzogen. Es ist davon auszugehen, dass viele Studierende lieber einen deutlich günstigeren Kredit bei ihrer Hausbank aufnehmen werden; für die NBank bleiben dann nur noch die „Risikofälle“, die bei anderen Banken keine Chance haben. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass der Ausfallfonds doch deutlich höher ausfallen dürfte, als bisher von der Landesregierung geplant. Nicht umsonst planen andere Bundesländer deutlich höhere Fonds. Auch mit der Einführung der „Niedersachsen-Studienbeitragsdarlehen“ werdenStudiengebühren nicht „sozial gerechter“ oder „sozial verträglicher“. Auch durch die Vergabe von Darlehen zur Finanzierung der 500 Euro Studiengebühren pro Semester werden Studierende mit besser verdienenden Eltern klar bevorzugt. So sind Direktzahler, die ihre Gebühren bereits zu Beginn des Semesters bezahlen, eindeutig besser gestellt als Studierende, die ein Darlehen bei der NBank aufnehmen müssen. Für sie entfallen alle Zinszahlungen, sie gehen schuldenfrei aus dem Studium. Das Darlehensmodell der Landesregierung benachteiligt jedoch nicht nur diejenigen, die wegen ihrer sozialen Herkunft nicht die finanziellen Mittel haben oder aufgrund ihres engen Stundenplanes keine Zeit für einen Nebenjob haben. Frauen sind weiterhin in höherem Maße von der Verschuldung betroffen als ihre männlichen Kommilitonen. Da selbst Frauen mit akademischer Ausbildung in Deutschland immer noch deutlich schlechter bezahlt werden, als ihre männlichen Kollegen, treffen sie die Schulden besonders hart. Das Beispiel Australien zeigt, dass Akademikerinnen letztlich sehr viel länger brauchen, um ihre Schulden zurück zu zahlen. Dies ist eine nicht hinnehmbare Benachteiligung, die der Idee der Gleichberechtigung entgegen läuft. Besonders benachteiligt sind jedoch künftig Studierende aus den so genannten „Drittländern“, für die ein Studium in Deutschland bereits heute eine große finanzielle Belastung bedeutet. Sie werden künftig zwar Gebühren zahlen müssen, haben jedoch keinerlei Anspruch auf ein Darlehen der NBank. Es istdavon auszugehen, dass die Zahl der Studierenden aus diesen Ländern rapide abnehmen wird.

Die LandesAStenKonferenz bleibt dabei: es gibt keine sozial verträglichenStudiengebühren. Daran ändert auch die Einführung derStudienbeitragsdarlehen nichts. Sie verstärken im Gegenteil sogar noch einige Ungerechtigkeiten.

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gepostet von Nicolas Arndt 
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