Eine Partei nicht nur für Wahltage- im Siegfriedviertel, Uni-Viertel, in der Schuntersiedlung, in Kralenriede & am Schwarzen Berg – demokratisch, sozial, gradeheraus und (un)wider(steh)lich.
Am 3. Mai 2012 kam es zu einem körperlichen Übergriff dreier Security-Mitarbeiter gegenüber eines sogenannten “Kunden” des Jobcenters Köln-Kalk. Wieder musste die Polizei eingreifen. Der Vorfall blieb nicht unbeobachtet.
Womöglich wird sich im Falle eines gerichtlichen Prozesses – gegen wen auch immer – erweisen, was das Jobcenter alles falsch gemacht hat. Das Opfer der Attacke hat Anzeige erstattet, mehrere Zeugen können angeblich seine Version des Hergangs bestätigen und wurden von der Polizei erfasst.
So krass bisher nicht erlebt- wer weiss, wie schlimm's hier noch wird. Umso wichtiger, niemand(en) beim Amt allein zu lassen, die / der begleitet werden möchte. Diese Bittsteller-Gänge zum Jobcenter sind so schon schwer genug- übereifrige MitarbeiterInnen des Amts oder der "Security" sollten daher zumindest nicht "einfach so" ALLES machen können, was ihnen gerade in den Sinn kommt.
“ (…) Ganz abgesehen davon, dass es ohnehin erniedrigend ist, vom Staat mit Sanktionen belegt zu werden, die oft von der Willkür der Sachbearbeiter abhängen, wird nun einmal mehr gegen vermeintliche Drückeberger gehetzt. Zudem stellt die BILD nicht die Frage, ob nicht vielleicht auch “endlich” härter durchgegriffen wird, wie man in diesen Kreisen auch gerne zu fordern pflegt.
Das entsicherte Bürgertum pflegt seine Feindbilder, Sarrazin lässt grüßen: Gegen die Masse wird gepöbelt, aber gleichzeitig spielt man sich als Anwalt des Volks auf – denn merke: Masse ist böse, Volk ist gut. (…)”
wie sich gerade heute Nachmittag herausstellte, wird sich die CDU-Fraktion im Bezirksrat halbieren- drei jüngere Fraktionsmitglieder haben nach der letzten Bezirksratssitzung erklärt, dass sie den unökologischen und bürgerfeindlichen Kurs der Fraktionsspitze nicht mehr mitzutragen gewillt sind und sich daher der Gruppe “Libertäre Linke” anschliessen, die sich daraufhin in “Befreiungstheologische Sektion Nordstadt” (BSN) umbenennen wird.
Die zukünftige Gruppenvorsitzende Andrea Happkarammel erklärt dazu:“Wir acht verstanden uns schon in den letzten Monaten so gut, dass wir jetzt gestärkt als neue soziale und ökologische Gruppierung an der Seite der Grünen nur je einen Abweichler aus der SPD oder CDU benötigen, um den Stadtbezirksrat zu dominieren. Nur so können wir das veränderte Votuum der Wählerinnen und Wähler konsequent umsetzen.”
(Frau Happkarammel rechts im Bild, neben ihr einer der anderen CDU-Abweichler, damals noch für die CDU im Wahlkampf aktiv)
Der vormalige Gruppenvorsitzende Nelson Ahrends (Die Linke.) erklärt hierzu:“Erfreulich, dass sich CDU-Mitglieder auf den Geist des Ahlener Programms von 1946 zurück besinnen- das lässt hoffen, dass auch in unserm Stadtbezirk die gewollten politischen Änderungen, die sich aus dem Kommunalwahlergebnis ableiten lassen, endlich zunehmend verwirklicht werden.”
Einer der anderen aus der Volksfront der CDU-Ehemaligen, der Ex-Burschenschaftler Thomas Romanii, erklärt wiederum:“Nur in der Einheit mit den Linken und den Bürgerinitiativen kann der sozial-ökologische Umbau von unten tatsächlich erfolgreich werden. Mir fiel es ganz leicht, meinen ehemaligen Korps-Kameraden meinen Sinneswandel zu erklären- auch sie überlegen jetzt am Schulterschluss mit den einstmals verpönten linken Zecken, roten Ratten und grünen Schmeißfliegen zu arbeiten- erste Gespräche auf studentischer Ebene im Mensapark verliefen erheblich friedlicher als mancher Abend mit Mensur.”Den Rest des Beitrags lesen »
Der Banker Greg Smith hat in seinem Gastbeitrag in der New York Times “ausgepackt” und das unmenschliche Klima bei seinem zukünftigen Ex-Arbeitsgeber beschrieben. Die Gier greife um sich, der Kunde werde ausgenommen und hinter vorgehaltener Hand ausgelacht, so Smith, der zwölf Jahre im Dienst von Goldman Sachs stand. Die Empörung, klar zu lesen, was alle schon ahnten, ist auch ausserhalb der Branche gross – aber sie ist verfehlt.
13.3.2012 – Ende Februar haben insgesamt sechs rechtsextremistische Täter einen Imbiss in Mücheln (Sachsen-Anhalt) überfallen und den Betreiber und seine Lebensgefährtin massiv bedroht, geschlagen und ernsthaft verletzt. Wenn sie das Lokal nicht schließen, würde sie als „nächste in die Zeitung kommen“ höhnten die Täter.
Skandalös ist nicht alleine die Tat selber oder deren weitgehendes Verschweigen durch die Medien. Fast noch schwerer wiegt nämlich das Verhalten der örtlichen Polizei, die den Opfern Hilfe und Unterstützung verweigerte und zunächst ignorierte, dass es sich eindeutig um eine politisch motivierte Tat handelt.
Erschreckend- wie lange soll das noch so weiter gehen?
Sachsen-Anhalts wie Thüringens SPD sollte sich überlegen, wie lange sie die Koalition mit der CDU jeweils noch fortsetzen will- es ist offensichtlich, dass die CDU zuviele (inhaltliche, womöglich sogar praktische) Schnittmengen mit Nazis hat, als dass sie diesem menschenfeindlichen und asozialen rechten Pack probat Einhalt gebieten wollte.
Liebe Genossinnen und Genossen in der SPD, wenn ihr die Möglichkeit habt, sucht das Gespräch mit ParteifreundInnen in bzw. aus Sachsen-Anhalt und Thüringen, damit hier endlich der notwendige Wechsel stattfindet. Er ist nicht nur rechnerisch möglich*, sondern auch inhaltlich in vielen Punkten ein Schritt nach vorn.
Veränderung beginnt nicht immer nur mit großen Parteitags-Reden.
MfG
Nicolas Arndt
* in Sachsen-Anhalt als Koalition mit der Linken: http://www.wahlrecht.de/ergebnisse/sachsen-anhalt.htm oder als Minderheitsregierung mit den Grünen
in Thüringen als Drei-Parteien-Regierung unter Führung der SPD mit Grünen und der Partei Die Linke (siehe Angebot von Bodo Ramelow, auf den Posten des Ministerpräsidenten zu verzichten) http://www.wahlrecht.de/ergebnisse/thueringen.htm
Wir wollen hier weder die Tat des Missbrauchs an sich, noch die Auswirkungen auf die Opfer verharmlosen. Kindesmissbrauch ist eine fürchterliche Tat.
Wir wollen hier lediglich auf die fadenscheinige und verlogene Instrumentalisierung der Missbrauchsopfer zu politischen Zwecken aufmerksam machen, denn:
wie jedes Jahr der Hinweis auf acht Postkartenmotive zum internationalen Frauentag- lange her- und wie in jedem Jahr will sie mein Kreisverband (korrekt Kreisvorstand!) nicht verwenden:
Die Gründe für die erneute Ablehnung werden nicht öffentlich (nicht mal im Kreisverband – innerparteilich) bekannt gegeben.
Und so werden dann- ganz im Stil des alten “Demokratischen Zentralismus” die Frauentags-Postkarten des Parteivorstands verschickt, die in diesem Jahr ganz besonders langweilig sind.
Daher auch der Titel dieses Beitrags- wer so meint, Frauen (oder gar Männer?) für “Frauenthemen” interessieren zu können, sorgt lediglich für eingeschlafene Füße.
—- Nachtrag: dies hier ist etwas gegen eingeschlafene Füße:
22.2.2012 – Das Volk ist begeistert von seinem künftigen Präsidenten. Bis zu 69 Prozent der Bevölkerung, so berichtet das ZDF, finden es gut, dass Joachim Gauck Bundespräsident wird. Nur die „Netzgemeinde“ verweigert dem „Präsidenten der Herzen“ die Gefolgschaft und wird dafür von den „Qualitätsmedien“ arg gescholten.
Doch wer soll diese häufig zitierte „Netzgemeinde“ eigentlich sein, wie begründen Publizisten und Kommentatoren im Internet ihre Ablehnung gegenüber Joachim Gauck und wie ist es um die Gründlichkeit bestellt, mit der sich die Vertreter der klassischen Medien mit dem Kandidaten auseinandergesetzt haben?
Lesenswerter Artikel- leider fehlt die genaue Verortung von Gaucks islamfeindlicher Einstellung- womöglich sollte vor diesem Hintergrund selbst der größte Oberbürgermeister aller Zeiten (G. Hoffmann hier in Braunschweig) seine Ansicht überdenken, dass Gauck so ein toller Bundespräsident wäre*.
MfG
Nicolas Arndt
* noch (!) ist er nicht gewählt!
Statt so vieler Artikel, die sich mit dem Thema beschäftigen, nur dieser.
MfG
Nicolas Arndt
(die Überschrift ist natürlich bewußt irreführend- ein Sinn des Internet sind zum Teil die Verlinkungen zwischen Inhalten- daher kann von “Klauen” hier nicht die Rede sein)
2.2.2012 – Seit gestern Abend sorgt ein Twitter-Statement der CDU-Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach für Aufsehen. Die umstrittene Politikerin und Präsidentin des Bund der Vertriebenen teilte dort mit, dass die NSDAP eine linke Partei war.
Schon in der Vergangenheit war Steinbach häufiger aufgrund ihrer Äußerungen über eine angebliche polnische Mobilisierung im Jahr 1939 kritisiert worden. Seit sie vor zwei Monaten die sozialen Netze für sich entdeckte, hat sich die Frequenz ihrer Provokationen deutlich erhöht.
Leider keine mir gänzlich unbekannte Polit-Pirouette, die Frau Steinbach da exemplarisch für den rechtesten Rand der CDU(CSU) dreht-
kurze Termin-Ankündigung: am 09.02.2012, ab 19 Uhr, wieder eine Bezirksratssitzung in der Nordstadt- diesmal (!) im Sportpark Vereinsheim, Maulbeerweg 6 (liegt am nördlichsten Rand des Viertels Schwarzer Berg).
MfG
Nicolas Arndt
Aus der Pressemitteilung von Occupy Braunschweig- Echte Demokratie Jetzt:
“Wie erneut in hunderten anderer Städte weltweit werden wir auch in Braunschweig am
kommenden Wochenende mit dieser Botschaft präsent sein. Am Samstag, 14. Januar, ab 11 Uhr auf dem Kohlmarkt und am Sonntag, 15. Januar, ab 16 Uhr im und am Hauptbahnhof. Wir werden präsent sein, Informationen verbreiten, mit den Menschen ins Gespräch kommen, unsere Botschaft unter die Leute bringen. Wir werden präsent sein für eine bessere Welt und für die 99 Prozent, die wir alle sind. “
Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.
Hier ist eine Zusammenfassung:
Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 6.600 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 6 Fahrten nötig.
Leider sind die anti-kommunistischen Beißreflexe im Bezirksrat Nordstadt sowohl bei einem Teil der CDU-Fraktion als auch einem aus der SPD noch vorhanden- da geht es nicht um “die Sache”- sondern um plattes Pauken im Sinne des Mensuren-Schlagens (Burschenschaft)- wohl an denen, die sich auf diese Spielchen nicht einlassen und mild lächelnd den Unsinn als kontraproduktiv und geistig retardiert entlarven. Und das mache ich wirklich gerne
Mit jahresanfänglich bedingt hoffnungsvollen Grüßen
Nicolas Arndt
Vorsitzender Gruppe Libertäre Linke und Mitglied des Stadtbezirksrats Nordstadt (331) für Die Linke. Braunschweig
Nun werden schon Nachrufe geschrieben- die “BZ” schreibt selbst- die “nb” läßt RatspolitikerInnen aus der Amtszeit von 2001- 2011 annähernd* im Original-Ton zu Wort kommen. Deswegen ist der unter diesem Link
zu findende Artikel auch mit Vorsicht zu genießen- nur mal unterstellt, Frau Lehmann von der FDP hätte das so gesagt, würde sie bzw. ihre Partei die CDU als tönernen Riesen vor sich her getrieben haben- oder siehe Überschrift. Ein starkes Stück, mit dem sich die lokale FDP bei … wem eigentlich anbiedern möchte? Jubel-Perser-mäßig der ergraute CDU-ler, der- so ist zu hoffen- die Auswirkungen des Schuldenchaos aus der Hoffmann-Ära noch erleben wird- ihm bleibt zu wünschen, dass ihm jedoch dies im geistigen Dämmerzustand, debil oder besser noch mit Alzheimer, widerfährt, denn bei voller geistiger Gesundheit könnte ein Nachdenken einsetzen, ob wirklich jede mit knapper Mehrheit gefällte Entscheidung wirklich richtig war. Nun gut, Hr. Seehrt war Polizist und insofern ein geistig eher gehorsamer Wasserträger für “übergeordnete Interessen” und hat meiner Erinnerung nach hiervon nie abgelassen, als intellektueller Tiefflieger und politischer Wadenbeißer angesehen zu werden, was er im o. a. Artikel zu bestätigen scheint.
Insofern ein herzliche Offenbarung dazu, wer die Geschicke unserer Stadt seit mindestens 10 Jahren wirklich (mit)bestimmt. Nein, es ist nicht nur Hr. Wandt oder Hr. Borek, sondern auch Hr. Knapp (“New Yorker”, der sich einen privaten Park im Stadtteil Viewegs Garten gönnen durfte). Ihre Spielfiguren hießen Hoffmann, Seehrt, Lehmann & Lehmann, Manlik, Kapphammel- aber ein oder ein Dutzend Mal ließen sich auch die SPD und etwas seltener die Braunschweiger Grünen auf vermeintlich heitere Spielchen mit diesen ein, die meinen, ihnen würde die Stadt, Entschuldigung, der “Konzern” Braunschweig gehören.
Ob dies nunmehr ein Ende findet, wird sich in den nächsten Monaten zeigen- die SPD läßt meines Wissens außerhalb des Rates- und dort nur punktuell, siehe Entscheidung zur 5. IGS- keine ernsthafte Wechselstimmung aufkommen- sie strebt es an, weiterhin mit der CDU auszukungeln, weil es so schön bequem ist- und den deutlichen Willen der WählerInnen, der in den enormen Verlusten von CDU und FDP am 11.09.11 seinen Niederschlag fand, “so nebenbei” geflissentlich zu ignorieren- grade so, also ob Wählerinnen und Wähler dumme Kinder wären: zu dumm, um Politik zu verstehen, zu dumm, um die Spielchen und Tricksereien der hiesigen SPD zu durchschauen***. Wir werden am 24.11.11, 19 Uhr, bei der Bezirksratssitzung in der Nordstadt, Ottenroder Str. 11d, bereits bei der Wahl des Bezirksbürgermeisters und seines Stellvertreters** erleben, inwieweit die oben vertretene These zutrifft.
Einen herzlichen Dank an die WählerInnen, die mir direkt oder meiner Partei (= der Liste) bei der Wahl gestern ihre Stimme(n) gegeben und mir (oder meiner Partei) damit ihr Vertrauen (wieder) ausgesprochen haben-
bin wieder im Bezirksrat Nordstadt und freue mich auf weitere fünf konstruktiv-kritische Jahre
Zudem freut mich, dass mit Siegfried Ecke jun. ein parteiloser Gewerkschafter unsere kommunalpolitischen Vorstellungen im Bezirksrat Schunteraue (Schuntersiedlung und Kralenriede) mit umsetzen wird-
entgegen dem scheinbaren Trend, dass zum Teil bunte Verpackung und unterstellte “Coolness” vor Inhalten und Erfahrung geht-
insofern indirekt Danke an die WählerInnen in dem Nachbar-BezirkSchunteraue, dass Sie / ihr euch für Siggi / Die Linke entschieden habt
Mit freundlichen Grüßen
Nicolas Arndt
Bisheriges und zukünftiges Mitglied des Stadtbezirksrates Nordstadt (331) für Die Linke. Braunschweig
p. s. “epic fail” geht an die FDP- nur noch insgesamt zwei kommunale Mandate, CDU entscheidend geschwächt. Aber die lieben Piraten schossen am Wahltag den Vogel ab, wahrscheinlich sieht man auf einem Auge schlecht (kleiner Scherz):
” (…) Einen Zwischenfall hatte es in der Briefwahlzentrale gegeben. Dort musste unter Polizeischutz ausgezählt werden. Mitglieder und Sympathisanten der Piratenpartei wollten laut Polizei die Stimmauszählung überwachen, weil sie Unregelmäßigkeiten fürchteten. Der Aufforderung des Wahlvorstandes, Abstand zu halten, seien die Protestierenden nicht gefolgt. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert. Oliver Schönemann, Chef der Piratenpartei: „Wir sind als Beobachter und nicht als Störer gekommen. Aber mit der Auflage, drei Meter Abstand zu halten, kann man nicht beobachten, ob die Kreuze richtig eingetragen werden.“” (Quelle: newsclick) Oder hatte man doch zuviel Rum konsumiert?
Ein paar Gedanken zum Wahlkampf (Teil 2 der Serie), ein paar Fotos hieraus
und ein paar geordnete Gedanken zum Thema “zur Wahl zu gehen”
Scheuklappen aufgesetzt oder Augen zu- und durch! So erscheint das bunte Treiben, das manchmal zwischen Durchhalteparole und Schönfärberei hin und her wogt- so bei CDU und FDP, die behaupten, ALLES wäre gut- dabei nicht-graue Ballons und Einkaufswagenchips verteilend, ein zementiertes Lächeln im Gesicht.
Thesen:
a) PolitikerInnen müssen lügen
Diesen Eindruck wird man nicht los. Aber: ist das wirklich immer so? Oder zeigt uns die Darstellung in den Medien nur einen gewissen Teil-Ausschnitt- besonders außerhalb von Wahl-Zeiten?
In unserem Stadtbezirk treffen sich alle 6- 8 Wochen bis zu 17 gewählte Feierabend-PolitikerInnen, um z. B. die Themen zu beraten, über die hier im Weblog teilweise ausführlich berichtet wird. Meine Erfahrung ist, dass zum Lügen zwei Seiten gehören (ja, etwas banal, aber ein wichtiger Punkt): der, der lügt (meint, lügen zu müssen) und der, der die Lüge glaubt oder hinnimmt, dass gelogen wird.
Bei CDU, BIBS und SPD habe ich Lügen und Schönfärberei erlebt und teilweise offen, teilweise im persönlichen Gespräch, kritisiert. Außerhalb des Gremiums Bezirksrat besteht diese Möglichkeit eher nur für die jeweiligen Parteimitglieder (außer bei der BIBS, da macht jede/r, was er/ sie gerade will- siehe den bald ehemaligen Bezirksrat Christian Plock- in diesem Weblog häufig besprochen). Ich habe im Bezirksrat an einer Stelle öffentlich einen Fehler zugegeben (konnte meine “Sauklaue” nicht mehr lesen), ein fürwahr seltener Vorgang (StraßensanierungRobert-Koch-Straße, 2009). Nun mag nicht jede/r sein / ihr Herz, alle Gedanken nach außen kehren, das ist verständlich- aber wem nützt die Lüge, die Schönfärberei?
Im Wahlkampf wird es offensichlich- es nützt dem Lager der Nicht-WählerInnen- und Eines sei hierzu gesagt- es ist verständlich, NICHT zur Wahl zu gehen, sich sogar das sogenannte “große Kreuz” (ungültig wählen) zu sparen. Denn der Block aus sPcdfdGrün (und je nach Sichtweise auch für Die Linke gültig) steht der Bürgerin, dem Bürger wie ein Moloch, ein tumbes Ungeheuer, entgegen- “die stecken doch alle unter einer Decke- alle in ein’ Sack, drauf gehauen, triffst immer einen Richtigen!”
Nun allerdings zu meinen, BIBS oder ähnlich vermeintlich “Unabhängige” (z. B. im Heidberg die “FWHM”), die den Bürgerwillen quasi in sich tragen wollen, als brauchbare Alternative zu sehen, ist Unsinn- nach meiner Erfahrung. Eine Bürgerinitiative (ich bin selbst in einer tätig- der BI “NiWo [Nibelungen Wohnbau] retten!”) ist nur so gut, verläßlich und bürgernah, wie die jeweils Teilnehmenden- und da bin ich mir in der oben genannten BI, in der sich viele Lokal-PolitikerInnen von SPD über BIBS und Linken bis MLPD zusammen engagieren, sicher.
Hier wird eine Arbeit organisiert, die Auswirkungen hat- z. B. das bisherige Ende des Ausverkaufs von städtischem Wohnraum, manchmal auch “nur” der Austausch von Informationen. Aber könnte diese BI den Willen vieler BürgerInnen außerhalb der betroffenen MieterInnen und MitarbeiterInnen der NiWo abbilden?
Eher nein.
Sind die Strukturen dieser BI (deren Mitglieder, abgesehen von dem MLPDler und einem nicht-organisierten Bürger) alle zur Kommunalwahl kandidieren, wirklich transparent und demokratisch- zudem dann, wenn diese BI zur Kommunalwahl kandidieren würde? Auch hier- nicht persönlich gemeint- eher nein.
Es ist zwar prinzipiell keine geschlossene Veranstaltung, aber die stetige Teilnahme und die über die kommunalen Mandate erreichbaren Informationen sind doch recht ungleich verteilt, daher ist auch der Stellenwert dessen, was vom einzelnen Teilnehmenden gesagt wird, beim Entscheidungsfindungsprozeß ungleich verteilt.
b) die Verwaltung (der OB) hat immer recht
Es ist schon bemerkenswert- und z. B. beim “Braunschweig-Spiegel” oder auch hier im Weblog nachzulesen- wie- einer läufigen Hündin gleich- die Masse der (lokalen) Politik denjenigen vertraut, deren Tätigkeit sie, unsere gewählten “VolksvertreterInnen” doch gerade überwachen (!) sollen (!)- das ist ein WählerInnen-Auftrag, der meiner Erfahrung nach, im mir bekannten Bezirksrat Nordstadt seitens der anderen KollegInnen fast nie stattfindet- im Gegenteil- fast jeder Zweifel, fast jede Anfrage, fast jeder Antrag, der irgendwie “weiter reicht”, wird nieder gestimmt, verhohnepiepelt oder anderweitig in den Dreck gezogen.
Wie einfach wäre doch für den jetztigen (und zukünftige!) Oberbürgermeister(Innen?) und seine (ihre) Verwaltung das Leben, das Wurschteln rund um Baurecht, EU-Recht und sonstiges Verwaltungs-Lala (auch rund um die NGO= Niedersächsische Gemeindeordnung), wenn nicht in erster Linie Linke kritische Fragen stellen würden. Es wäre ein (trügerisches) Beamten-Paradies. Ich nehme den Prüfauftrag der WählerInnen ernst und gehe, sofern es möglich ist, vorbereitet (!) in die Sitzungen rein (Statistik zu Anfragen und Anträgen hier im Weblog zu finden- als PDF-Statistik zu Anfragen und Anträgen im Bezirksrat Nordstadt von November 2006 bis August 2011)- falls die Informationen (im Amtsdeutsch: “Vorlagen”) mal wieder zu spät kommen, wird auch das kritisiert (hier im Weblog und in Protokollen nachzulesen)- manche Sitzung geriet zu einem Hr.Arndt-macht-Bezirksrat-interessant-Abend- sehr zum Mißfallen von CDU und SPD- und bisweilen BIBS, die meist gerne alles einfach abnicken.
c) Wählen gehen bringt (fast) nichts
Hiermit wird unterstellt, dass unser Gesellschaftssystem unabänderlich, jede konstruktive Kritik letzlich immer zum Scheitern verurteilt wäre- das ist blanker Kultur-Pessimismus- das führt zu nichts.
Wer nicht wählen geht, sollte wenigstens- sofern er/ sie es persönlich leisten kann- an/bei den außerparlamentarischen Initiativen wie BI’s, Antifa oder Wohnungsgenossenschaften teilhaben bzw. teilnehmen- sollte beweisen (auch sich selbst), dass Nicht-Wählen mehr ist, als pure Faulheit und Ausrede dafür, sich selbst nicht bewegen zu müssen.
Dies gilt meiner Ansicht nach jedoch auch dann, wenn man wählen geht, denn die manchmal so geordnete “hohe” Politik wird schnell betriebsblind- hier hilft manches Mal ein gepflegter oder auch lauter Protest vor dem oder im Büro der jeweils verantwortlichen Partei(en).
d) Nicht-Wählen bringt noch weniger
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Aktionen zu starten ist wichtig, miteinander anstatt übereinander reden- diskutieren anstatt resignieren- “action” statt Aufgeben. Kein/e Meister/in ist vom Himmel gefallen
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